Hessens Gesundheitsindustrie

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Gemeinsam für Hessen – gemeinsam für einen gesunden Standort

Die Gesundheitsindustrie ist vielschichtig: Ihr gehören die Produzenten von Arzneimitteln, Medizinprodukten, Impfstoffen und Diagnostika an. Für Hessen sind diese Branchen von herausragender Bedeutung. Sie tragen in hohem Maße zum Wohlstand des Landes durch ihre Erfolge im In- und Ausland und der damit verbundenen hohen Wertschöpfung bei. Die Hessische Landesregierung, die IG BCE, Unternehmen der Gesundheitsindustrie und Vertreter aus Wissenschaft und Forschung arbeiten in der Initiative Gesundheitsindustrie Hessen mit dem Ziel zusammen, die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern und geeignete Rahmenbedingungen für weiteres wirtschaftliches Wachstum zu schaffen. Die IGH bündelt die Expertise relevanter Unternehmen, der Arbeitnehmerseite sowie der Wissenschaft und Forschung und setzen damit kontinuierlich Akzente für die Sicherung und den Ausbau des Gesundheitsstandorts Hessen.

Innovative Gesundheitsprodukte sind die Grundlage für weiteres Wachstum. Sie werden überwiegend von der Industrie entwickelt. Nur die Stärkung des Wirtschafts- und Forschungsstandorts Hessen kann die Zukunft für die hessischen Unternehmen und die damit verbundenen Arbeitsplätze sichern und der weiteren Verlagerung von Funktionen ins Ausland entgegenwirken.

Gesundheitsindustrie – in Hessen ein starker Faktor

Die Gesundheitsindustrie ist einer der bedeutendsten Industriezweige Hessens. Sie stellt jeden fünften Industriearbeitsplatz in Hessen. Rund 90.700 Menschen arbeiten in den industriellen Branchen der Gesundheitswirtschaft, davon allein über 23.000 im Bereich der Humanarzneiwaren (Produktion, Vertrieb und Großhandel).

Die Medizintechnikindustrie in Hessen beschäftigt darüber hinaus weitere 25.000 Menschen (Produktion, Vertrieb und Großhandel). Das Spektrum der Unternehmen reicht von kleinen Handwerksbetrieben über innovative Technologie-Entwickler bis hin zu international tätigen Konzernen.

Die weiteren etwa 42.7000 Erwerbstätigen sind in den übrigen Bereichen der Industriellen Gesundheitswirtschaft (IGW) beschäftigt (u.a. Forschung und Entwicklung, Körper, Hygiene- und Pflegeprodukte und Handel mit den übrigen Produkten der IGW).

Darüber hinaus sind rund 21 Mrd. Euro Bruttowertschöpfung mit der IGW in Hessen assoziiert. Dieser Gesamteffekt ergibt sich aus der Summe der Bruttowertschöpfung der IGW (direkter Effekt) in Höhe von 10 Mrd. Euro, dem durch Bezug von Vorleistungen ausgelösten indirekten Effekt in Höhe von 6,7 Mrd. Euro und dem durch die Wiederverausgabung von Einkommen ausgelösten induzierten Effekt in Höhe von 4,1 Mrd. Euro. Für jeden Euro direkter Bruttowertschöpfung durch die IGW entstehen damit weitere 1,08 Euro Wertschöpfung in der Gesamtwirtschaft.

Hoher Innovationsgrad, kontinuierlich wachsende Nachfrage, weitgehende konjunkturelle Unabhängigkeit – für Hessen war und ist die Gesundheitsindustrie Wachstumsmotor und Garant für sichere Arbeitsplätze.

Dass dies so bleibt, hängt von vielen Faktoren ab: etwa den politischen Rahmenbedingungen, der Bildungslandschaft und der Forschungsinfrastruktur. Diese unterschiedlichen Anforderungen zu bündeln und daraus zukunftsfähige Strategien abzuleiten, darin sieht die im Februar 2013 gestartete Initiative Gesundheitsindustrie Hessen (IGH) ihre vorrangige Aufgabe.

IGH

Die Initiative Gesundheitsindustrie Hessen (IGH) ist ein gemeinsames Projekt der Hessischen Landesregierung, Unternehmen der hessischen Gesundheitsindustrie, dem Landesbezirk Hessen/Thüringen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie sowie Vertretern aus Wissenschaft und Forschung.

Die IGH bildet ein Forum, in dem wesentliche Fragestellungen zur künftigen Entwicklung der Branche interdisziplinär diskutiert und im Rahmen von Werkstätten Lösungen erarbeitet werden sollen.